Hilfe, die Gäste kommen: Kürbissuppe, Schweinefilet und Himbeer-Käsekuchen im Glas

Nach längerer Zeit habe ich mal wieder für mehrere Gäste auf einmal gekocht, so dass ich mich für ein Menü entschieden habe, welches sich größtenteils gut im Voraus zubereiten lässt, damit ich nicht ewig in der Küche rumstehe, wenn die Gäste da sind.

Zur Vorspeise habe ich mich zum ersten Mal an ein Gericht mit Kürbis getraut und eine Kürbissuppe mit Granatapfeltopping aufgetischt.  Optisch sehr hübsch, geschmacklich musste man ordentlich würzen, da nur Salz und Pfeffer nicht gerade das Maximum an Geschmack aus dem Kürbis herausholen. Eine halbe Dose Cayennepfeffer, gemahlenem Ingwer und scharfem Paprikapulver später war es durchaus genießbar; trotzdem habe ich die Maggi-Flasche auf den Tisch gestellt, die glücklicherweise nicht zum Einsatz kam.

1,5 Liter Wasser in der Suppe waren leider nicht genug. Ich hätte die Suppe noch mit etwas Gemüsebrühe „wässern“ sollen, da sie doch extrem sämig war, aber da war bereits alles abgeschmeckt und gewürzt und  so habe ich es sein lassen. Das Rezept wollten alle Gäste nichtsdestotrotz haben; also nicht das schlechteste Zeichen.

  IMG_20151027_094935

Zur Hauptspeise gab es Schweinefilet im Speckmantel mit Champignons in einer sündig leckeren und fettigen Frischkäsesoße. Ich muss zugeben, dass es im Rohzustand besser aussah als angerichtet, aber der Geschmack war wirklich bombastisch. Leider habe ich in einem Anflug von Verpeiltheit das Fleisch 30 Minuten bei 75°C zu wenig gegart, so dass ich mich wundern musste, wieso der Speck mal so gar keine Farbe angenommen hat. Dann hieß es improvisieren und natürlich wurden die Beilagen nicht zeitgleich mit dem Fleisch fertig. *an die Stirn hau*

Wäre ich nun mal dem Rat meines Mannes gefolgt, der mir ständig versucht einzubläuen, ich solle die verschiedenen Gerichte doch mindestens einmal vorkochen, bevor Gäste dran glauben müssen, aber ich liebe offenbar die Herausforderung bzw. fürchte nicht die Niederlage… 😉

IMG_20151026_174303             IMG_20151027_095013

Zum Dessert gab es ein hübsch anzusehendes Schichtdessert: einen ungebackenen Himbeer-Käsekuchen im Glas. Nun ja, hübsch wäre es bestimmt geworden, wenn ich breitere Gläser benutzt und somit mehr Platz gehabt hätte, um alles gleichmäßig plattzudrücken (man sieht auf dem Bild, wie ungleichmäßig die Schichten aussehen und dass sich ein paar Spritzer an den Glasrand verirrt haben).

Außerdem war  der Anteil an Zitronensaft  meiner Ansicht nach etwas zu viel des guten, aber auch da gab es unterschiedliche Ansichten; manche fanden es genau richtig von der Säure her, manche haben eine Zitronenmiene gezogen…

IMG_20151026_142815

Fazit: Vorspeise und Dessert werde ich wohl nicht so schnell nochmal zubereiten, aber das Schweinefilet war einfach zu lecker, um es nicht nochmal aufzutischen.

Advertisements

Backorgie: Kokosnuss-Torte, Limettenkuchen und Apfel-Zimt-Cupcakes

Nachdem ich komischerweise ein paar Wochen lang keine Lust verspürt habe zu backen, hat es mich letztes Wochenende mit voller Wucht gepackt: ich habe eine Backorgie veranstaltet und dabei herausgekommen sind eine Kokosnuss-Torte, ein Limettenkuchen und Apfel-Zimt-Cupcakes.

Diesmal habe ich an allem was rumzumäkeln. Beginnen wir mit der Kokosnuss-Torte: Da ich keine Lust hatte drei Mal einen einzelnen Boden zu backen, habe ich den gesamten Teig in einen Tortenring gepackt. Der Zahnstochertest war positiv, doch leider konnte man erst beim Anschneiden sehen, dass der untere Boden noch nicht ganz durchgebacken war. Er war nicht roh, aber irgendwie nicht so durch, wie die anderen Teile (siehe Bild). Geschmacklich habe ich versucht die Abwesenheit von Kokosnuss-Extrakt durch mehr Kokosmilch zu ersetzen, was nicht ganz gelungen ist, aber durch die enorme Menge an Kokosraspeln hat es definitiv nach Kokosnuss geschmeckt. Allerdings konnte man nicht mehr als ein Stück essen, da die Torte sehr mächtig  ist. Übrigens habe ich statt der empfohlenen amerikanischen 600 g Puderzucker im Überzug „nur“ 200 g verwendet und auch so wurde es süß genug. Ich muss mich wirklich fragen, ob die in den USA verkümmerte Geschmacksrezeptoren haben, die auf süß reagieren, wenn es immer so viel sein muss.

IMG_20151018_151014

Die Apfel-Zimt-Muffins waren meiner Ansicht nach zu trocken, so dass ich auf die Zucker-Zimt-Haube verzichtet habe und ein Frischkäse-Zimt-Frosting draufgepackt habe. Das hat den Muffins eine gewisse Saftigkeit gegeben, so dass ich hiermit dann doch relativ zufrieden war. Nach Ansicht meines Mann gewinnen die Cupcakes jedoch immer mehr an Geschmack, je länger sie im Kühlschrank verweilen.

IMG_20151018_142600

Am meisten gefreut hatte ich mich vorab auf den Limettenkuchen, der mich aber leider am meisten enttäuscht hatte. Ich habe Limetten-Direktsaft verwendet, was offenbar zu viel des Guten war. Es war soooo sauer, dass man es ohne einen dicken Klacks Schlagsahne nicht essen konnte. Außerdem ist er zu braun geworden, was optisch leider nicht besonders ansprechend war.

IMG_20151018_153043

Nun ja, in ein paar Wochen steht der nächste Geburtstag an, bei dem ich mich vielleicht mal an meine erste Schwarzwälder-Kirschtorte heranwage. Ich befürchte bereits das Schlimmste… 😉